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1832 - Die Marokko-Reise
Einer anderen Form von ihn nachhaltig beeindruckender Schönheit begegnet
Delacroix 1832 auf seiner Reise nach Marokko, die er als Begleiter des französischen
Gesandten Charles de Mornay antritt. Die Ausstellung führt erstmals zwei
während der Überfahrt an Bord des Schiffes entstandene Aquarelle zusammen,
den Blick auf "Die spanische Küste bei Salobrena, nahe Almeria" (1832; Artemis
Fine Arts New York) und "Die afrikanische Küste, aus Blickrichtung der Meerenge
von Gibraltar" (1832; Musée du Louvre Paris). In den folgenden Monaten schuf
Delacroix unzählige von Licht und Wärme flirrende Skizzen, in denen er gedrängt
seine Reiseeindrücke zwischen Tanger und Algier festhielt. Er porträtiert,
sichtlich begeistert von deren exotischer Erscheinung, markante Araber beim
Schachspiel, Frauen im Harem, junge Juden und Jüdinnen und fühlt sich in
die Antike zurückversetzt. Seiner Kunst erschließt sich der sinnliche Reichtum
der nordafrikanischen Kultur, seine Palette gewinnt an Leuchtkraft, seine
Formensprache an dynamischer Energie. "Unordnung, Staub; davor die Reiterei.
Fantasias: die Pferde im Staub, dahinter die Sonne", notiert Delacroix ins
Tagebuch - zum Bild gerinnen diese Erinnerungen an arabische Reiterspiele
ein Jahr später etwa in "Fantasia Arabe" (1833; Städelsches Kunstinstitut
Frankfurt/Main). Neben diesen dramatischen Szenen entstehen friedvollere
Bilder - eine wunderbare Komposition wie der "Marokkanische Anführer" zu
Pferde (1837; Musée des Beaux Arts Nantes). |
© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe |
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