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1815 - 1831
Im Jahr 1815 tritt Eugène Delacroix in das Atelier von Pierre-Narcisse
Guérin ein, ab 1816 studiert er an der Ecole des Beaux-Arts. In der
Frühphase seines Schaffens setzt sich Delacroix mit dem Bild des Künstlers,
dem Tragischen, Majestät und Gewalt und zunehmend mit der französischen
Geschichte auseinander.
Literarische Quellen geben ihm häufig Anlass für seine Bilderfindungen.
Er liest und übersetzt 1819 Dante und Shakespeare, ist beeindruckt
vom Werk Walter Scotts und lässt sich von der Dichtung Lord Byrons
zu dem Bild „Tasso im Irrenhaus“ (1824) anregen. Aber auch eine
Aufführung von Goethes „Faust“ hinterlässt einen bleibenden
Eindruck bei Delacroix, und er veröffentlicht 1828 eine Faust-Folge,
die Goethe mit Interesse und Bewunderung aufnimmt.
Um 1819 lernt er den englischen Künstler Richard Parks Bonington kennen.
Der Kontakt mit englischen Künstlern beeinflusst zunehmend und vor
allem nach seiner Englandreise 1825 sein Schaffen. Im Salon von 1831, in
dem auch Delacroix’ bekanntestes Gemälde, „Die Freiheit
führt das Volk“, zu sehen ist, zeigt er „Ein junger Tiger,
der mit seiner Mutter spielt“ (1830). |
© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe |
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