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Zeichnung und Aquarell
Obschon Delacroix' kunsthistorische Bedeutung sich vor allem auf seinen
fulminanten Umgang mit der Farbe gründet, gehört er gleichzeitig zu den
virtuosesten und produktivsten Zeichnern der Kunstgeschichte. Unablässig
und lebenslänglich studierte und skizzierte er, zunächst in der Akademie,
im Louvre, im Jardin des Plantes, in der freien Natur, auf Reisen oder im
Atelier, und schuf so ein großartiges Reservoir an Blättern, aus dem er
für seine Malerei schöpfte - oft auch viele Jahre nach Entstehung der Skizzen.
Die Zeichenweise des jungen Delacroix wird in der Ausstellung zunächst anhand
einer Auswahl aus dem so genannten Bremer Album dokumentiert. Wie spontan
und gekonnt er Eindrücke und Stimmungen notierte, wie gründlich er Pflanzen,
Tiere und die menschliche Anatomie beobachtete, aber auch was er las, wem
er begegnete, welche Motive ihn inspirierten und wie er zeichnend Ideen
entwickelte und Kompositionsvorstellungen verdichtete, wird durch diese
und eine reiche Auswahl weiterer Zeichnungen und meisterlicher Aquarelle
aus allen Schaffensphasen sichtbar. |
© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe |
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